Panzer fahren im Fursten Forest

Mit dem Reise-Beast unterwegs zum Panzer fahren

Ich habe eine Erinnerung an Panzer aus meiner Kindheit: Ich fahre mit meinem kleinen rosa Rad auf der Straße entlang. Plötzlich bebt der Boden und ich hebe fast ab. Es rüttelt, hinter mir bricht der Asphalt, es ist laut...Da sehe ich ihn: Einen aus meiner damaligen Perspektive riesengroßen Panzer. Mich hat dieses Erlebnis nachhaltig beeindruckt. Es ging mir weniger um Krieg spielen oder irgendwelchen militärischen Klimbim sondern wirklich um die Kraft dieser Maschine.

Schon lange habe ich davon geträumt, ein Mal einen Panzer zu steuern um zu erfahren, wie das Gefühl quasi "von innen" ist. Ich habe mich gefragt, ob es wackelt, wie laut es ist und wie es sich anfühlt, selbst einen Panzer zu lenken. Zum Geburtstag bekam ich einen Gutschein: Einmal Panzer fahren. Ich war begeistert!

GPS: N 52 31'59.90 º O 7 39'53.10 º



Übernachtung und Kaffee in der Sonne

Natürlich reisten wir mit dem Reise-Beast an und übernachteten direkt vor Ort auf dem Gelände. Das beste daran ist es, sich wirklich auf das Notwendigste zu reduzieren. Wirklich wichtig ist ein guter Kaffee am Morgen und bequeme Stühle, mit denen man in der Sonne sitzen kann.


 

 

Da wir - wie meistens- fast im Dunkeln anreisten merkten wir erst am anderen Morgen, dass wir auf einer Schießbahn übernachtet haben. Schräg!

Anfahrt zum Panzer-Fahr-Gelände im Fursten Forest

Am anderen Morgen ging es los: Auf einem Truck wurden wir auf die Sandpiste gefahren, auf der wir mit dem Panzer fahren konnten. Es gab eine kurze Einweisung: Panzer fahren ist einfacher als gedacht. Da der Panzer (ein Mader) den ich fuhr, ein Automatikgetriebe hatte war es wirklich idiotensicher: Vorwärts, rückwärts und neutral - dazu vier Gänge. Hochschalten durfte ich während der Fahrt - runterschalten nur im Stand. Der erste Gang ist der "Arbeitsgang" - in dem fährt man wirklich über jedes Hindernis, im Zweiten kann man gut im Gelände fahren. Meine Höchstgeschwindigkeit lag bei ca. 30 km/h.


Ein- und Ausstieg in den Panzer

Der Ein- und Ausstieg erfolgte über eine Leiter, die angelehnt wurde und später weggenommen würde. Ich frage mich, wie man wirklich einen Panzer besteigt. Sicher nicht so....


Die Fahrt im Panzer

Die Fahrt im Panzer ist ruhiger als gedacht. Das rütteln und schaukeln merkt man kaum. Das Gefühl ist eher, als würde der Panzer klettern. Die Ketten laufen über den Boden und es wirkt, als würde man quasi am Boden festgeklebt sein. Auch wenn man steile Berge nach oben fährt klebt der Panzer am Berg. Dann steht man senkrecht zum Himmel und sieht nur die Sonne und Wolken. Dieses Gefühl ist gewöhnungsbedürftig, da man ja nicht sieht, was am hinter dem Berg ist - man fährt quasi ins Blaue.

Wenn man zu schnell wird und über kleinere Hügel "fliegt" hebt der Panzer vom Boden ab. Aber selbst dann ist es nicht unangenehm und wirklich ruhig. Die Federung und die Stoßdämpfer (hat ein Panzer so etwas?) müssen bombastisch sein.

Es ist auch nicht eng sondern fast geräumig und bequem im Inneren. Je länger ich fahre desto besser wird das Gefühl. Die Bremse greift schnell und dank des Lenkrades habe ich das Gefühl, dass ich dieses riesen Fahrzeug sehr gut im Griff habe. Gut, dass ich eine Sonnenbrille trage, denn der aufgewirbelte Staub fliegt einem um die Ohren und in jede Ritze.



Nach der Fahrt mit dem Panzer

Das Fahren hat wirklich Spaß gemacht. Es war viel ruhiger und einfacher als erwartet. Ich würde gerne privat einen Panzer fahren- denn damit kommt man wirklich überall durch. Wenn diese Fahrzeuge nicht für Einsätze im Krieg gebaut werden würden fände ich sie noch besser. Auf jeden Fall hat mir das Fahren viel Spaß gemacht - auch wenn ich hinterher aussah, als hätte ich die Sahara durchquert.

Was steht auf Eurer Bucket-List? Schreibt es uns.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0